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Markus Söder: CSU-Legende unterstützt Brandbrief gegen Parteichef

Markus Söder: CSU-Legende unterstützt Brandbrief gegen Parteichef
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München – Wichtige Unterstützung für die Söder-Kritiker innerhalb der CSU! Im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) stellt sich Theo Waigel (87) – langjähriger Parteichef und Ehrenvorsitzender – hinter den „Pfingstbrief“ von CSU-Vize Manfred Weber (53). Söder solle das Schreiben nicht als „Majestätsbeleidigung“ sehen, so Waigel. Und macht deutlich: „Selbstkritik muss jeder üben“. Es brauche wieder mehr Breite an der CSU-Spitze, so die Parteilegende. Wie fest sitzt Markus Söder (59, CSU) im Sattel? Kurz nach der vergeigten Kommunalwahl im März hatten sich seine parteiinternen Kritiker höchstens vorsichtig aus der Deckung gewagt. Seit dem „Pfingstbrief“ seines Stellvertreters Manfred Weber steht Söder jetzt aber unter heftigem Beschuss. Zur Erinnerung: Weber nannte Söder zwar nicht beim Namen. Doch seine Forderung, dass die CSU mehr „Gemeinschaftsgefühl“ statt „Klickzahlen“ brauche, wurde als unverhohlene Abrechnung mit dem Parteichef verstanden. Denn: Söder hatte zeitweise populäre Videos für die sozialen Medien erstellt, die ihn beim Essen zeigten.

„Weckruf“ für die CSU

Im Kern hadert die Partei mit ihrem schlechten Wahlergebnis im März. In der Stichwahl gingen viele Landratsposten an die Freien Wähler, in wichtigen Großstädten unterlag die CSU der SPD. Waigel fordert deshalb eine „grundlegende, tiefgehende Diskussion“ über den künftigen Kurs der Partei. Es sei nicht ungewöhnlich, dass auch ein Parteichef kritisiert werde, so Waigel über Webers Brief – das habe es immer gegeben.

Ärger über Söder auch an der Basis

Für Söder ist die Kritik der aktuellen und ehemaligen Spitzenfunktionäre nicht die einzige Baustelle. Auch an der Basis grummelt es. Die „Pioneer“-Journalistin Karina Mößbauer (40) zitiert auf „X“ aus einem Schreiben, das in einem CSU-Kreisverband kursieren soll. Darin heißt es unter anderem, dass sich die Bürger in Gesprächen des Öfteren „mehr Landesvater“ und weniger „Döner und Instagram“ von Söder gewünscht hätten.

Auf BILD-Anfrage betont der CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Holz (50), dass das Schreiben „nicht versandt“ worden sei. Im Kreisvorstand sei jedoch zuletzt der Wunsch geäußert worden, „dass das Ergebnis der Kommunalwahl 2026 miteinander detailliert aufgearbeitet wird“. Sprich: Die Basis fordert genau das, was auch Waigel von Söder verlangt.

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