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Nach Unfall in Dinslaken: 2 Jungen tot! Angeforderter Rettungsheli drehte wieder um

Nach Unfall in Dinslaken: 2 Jungen tot! Angeforderter Rettungsheli drehte wieder um
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Dinslaken (NRW) – Der schwere Unfall in Dinslaken hat am Mittwochmorgen tiefe Betroffenheit ausgelöst. Eine Autofahrerin (47) war mit ihrem Wagen in eine Gruppe von drei zwölfjährigen Fahrradfahrern gefahren. Für Rettungskräfte und Notärzte begann sofort ein belastender Einsatz um das Leben der Kinder. Zwei Jungen wurden lebensgefährlich verletzt. Zunächst sollten sie per Rettungshubschrauber in Kliniken gebracht werden, doch während der Rettungsmaßnahmen entschieden die Einsatzkräfte um, ließen die angeforderte Luftrettung wieder zurückkehren. Stattdessen wurden die Jungen per Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Reanimations-Transporte meist im Rettungswagen

Die beiden Zwölfjährigen waren in einem derart schlechten gesundheitlichen Zustand, dass sie fortlaufend reanimiert werden mussten, was bei einer Rettung durch die Luft nicht möglich gewesen wäre. „Gerade bei Reanimationen erfolgt der Transport häufig bodengebunden, da im Rettungswagen mehr Personal unmittelbar am Patienten arbeiten kann (bis zu drei Personen im angeschnallten Zustand) als im Rettungshubschrauber“, erklärt Sohrab Taheri-Sohi, vom Bayerischen Roten Kreuzes gegenüber BILD.

Zudem entscheidet das Rettungsteam am Unfallort gemeinsam mit den Notärzten, ob ein Lufttransport im konkreten Fall medizinisch sinnvoll ist. Zwar sei „eine Reanimation während eines Fluges (…) unter Zuhilfenahme der mechanischen Reanimationshilfe grundsätzlich möglich“, doch „eine manuelle Herzdruckmassage während des Fluges (ist) aufgrund der beengten Platzverhältnisse sowie der Anschnallpflicht des Personals nicht durchführbar“, führt der Rot-Kreuz-Sprecher weiter aus, der im Grenzgebiet zu Österreich auch für die Rettungshubschrauber Christoph 14 (Traunstein) und Christoph 17 (Kempten) mitverantwortlich ist.

Die Jungen konnten nicht ausweichen

Am Mittwochmorgen war eine 47-jährige Frau gegen 7.45 Uhr in Dinslaken (Nordrhein-Westfalen) mit ihrem Auto nach links von der Fahrbahn abgekommen. Möglicherweise erlitt die Frau einen Ohnmachtsanfall am Steuer, sodass es zu dem Unfall kam. Ihr Wagen fuhr in eine Gruppe von drei Schülern (alle 12), die ihr mit dem Fahrrad entgegenkamen und auf dem Weg zur Schule waren. Ihre Fahrräder wurden bei dem Aufprall in mehrere Teile gerissen, Kleidung und Tornister lagen am Unfallort.

Zwei Jungen schwebten nach dem Unfall in akuter Lebensgefahr, starben kurz nachdem sie in die Klinik eingeliefert wurden. Das dritte Kind überlebte leicht verletzt. Die Unfallfahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt. Gegen sie hat die Staatsanwaltschaft Duisburg ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, hatte die Frau am 19. Mai 2025 einen Unfall verursacht. Gegen sie wurde wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Damals hatte die Frau am Steuer ihres Wagens einen Ohnmachtsanfall erlitten. Das Verfahren wurde „mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt“, hieß es weiter. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wurde der Beschuldigten in der Zwischenzeit ein sog. Ereignisrekorder zur Aufzeichnung der Herzaktivität implantiert, dessen Daten nun ausgewertet werden.

Schüler trauern um ihre Freunde

Unterdessen ist der Unfallort zu einer Gedenkstätte geworden – nur wenige Meter vom Schulhof der beiden Schüler entfernt. Immer wieder kommen Schulklassen gemeinsam mit ihren Lehrkräften dorthin, legen Blumen, Kerzen und Kuscheltiere nieder. Die Stimmung vor Ort ist still und geprägt von großer Trauer. Vier Notfallseelsorger begleiten die Schüler bei der Trauerbewältigung. Auch viele Bürger nehmen Anteil an dem tragischen Geschehen. Die Feuerwehr hat ein Zelt aufgebaut, dort können sich Trauernde zurückziehen. 

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