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Russische Drohne trifft Rumänien: Merz, Nato und USA versichern Schutz

Russische Drohne trifft Rumänien: Merz, Nato und USA versichern Schutz
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Bukarest/Brüssel – Es ist eine gefährliche Lage an der Außengrenze von Nato und EU. Eine Mutter und ihr Kind wurden beim Einschlag einer russischen Drohne in Rumänien verletzt. Jetzt reagiert die Nato auf den Vorfall. Als Erster versicherte Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59) gegenüber Rumänien, das Bündnis stehe „bereit, jeden Zentimeter des verbündeten Territoriums zu verteidigen“. Scharfe Worte kamen auch aus den USA – und von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU), der den Rutte-Klartext im Wortlaut übernahm.

US-Botschafter bei der Nato, Matthew Whitaker (56), hatte sich nach Rutte bereits am Morgen deutlich zum Einschlag der Russen-Drohne in Rumänien geäußert. Der Diplomat sprach – allerdings ohne Russland direkt zu nennen – von einem „rücksichtslosen Überfall“ auf einen Verbündeten und versicherte ebenfalls: „Wir werden jeden Zoll des Nato-Gebiets verteidigen.“

Merz: Russland bereit zur Eskalation

Am Mittag folgte Bundeskanzler Friedrich Merz. Der Drohnen-Einschlag in Rumänien „zeige einmal mehr Russlands Bereitschaft zur Eskalation“, schrieb Merz auf X. Gebraucht werde eine starke NATO-Präsenz an der Ostflanke.

Nato-Chef Rutte hatte am Morgen mit Rumäniens Präsident Nicosur Dan (56) telefoniert. „Wir werden unsere Einsatzbereitschaft weiter ausbauen, um jede Bedrohung abzuwehren und uns dagegen zu verteidigen – Drohnen eingeschlossen“, teilte Rutte anschließend mit.

Rumänien-Präsident Dan berief noch am Morgen eine Sitzung des Nationalen Verteidigungsrats ein, um „angemessene“ Maßnahmen gegen Russland zu beraten. Die russische Drohne hatte in der Nacht ein zehnstöckiges Hochhaus in der Großstadt Galati nahe der ukrainischen Grenze getroffen. Laut Dan war es der „schwerste Vorfall“ in seinem Land seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der russische Botschafter in Rumänien wurde bereits einbestellt. Von der Nato fordert das Land eine schnellere Verlegung von Drohnen-Abwehrsystemen an seine Grenzen.

Russland hat „weitere Grenze überschritten“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) sagte, Russland habe damit „eine weitere Grenze überschritten“. Die EU müsse ihre „Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen“ weiter verstärken.

Der Kreml hat sich zu dem Vorfall bislang nicht geäußert. Russland hatte in der Nacht unter anderem den ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa angegriffen. Das liegt nur etwa 90 Kilometer von Galati entfernt.

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