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Sie sammelte Spenden für „Kinderkleidung“: Linksterrorist besucht IS-Braut vor Gericht

Sie sammelte Spenden für „Kinderkleidung“: Linksterrorist besucht IS-Braut vor Gericht
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Düsseldorf – Sie trat in der Symbolfarbe des Islam gekleidet vor die Richter: Mit grünem Kopftuch und grüner Strickjacke nahm Nadine D. (42) hinter Panzerglas auf der Anklagebank im Hochsicherheitsgebäude des Oberlandesgerichtes Düsseldorf Platz. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr vor, die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) unterstützt zu haben. Sie selbst erfährt dabei Unterstützung von einem der schillerndsten Extremisten Deutschlands.

Laut Anklage betrieb die Frau aus Düsseldorf mit der Initiative „Free our Sisters“ Gefangenenhilfe für Islamistinnen und sammelte Spenden für den IS. Laut Bundesanwaltschaft wurden bis Sommer 2024 über verschiedene Online-Profile insgesamt knapp 14.000 Euro eingesammelt. Diese seien an inhaftierte IS-Mitglieder und -Sympathisanten oder deren Angehörige weitergeleitet worden.

Unterstützung für bekannten Islamisten

Unter den Empfängern soll auch der bekannte österreichische Islamist Mirsad O. (44) gewesen sein. Der radikale Prediger wurde 2016 zu 20 Jahren verurteilt, weil er junge Menschen für den „Islamischen Staat“ (IS) rekrutierte und radikalisierte. Zudem soll die Angeklagte im Internet dazu aufgerufen haben, Briefe mit Durchhalteparolen der IS-Anführer für Inhaftierte zu verfassen, und sie dann weitergeleitet haben.

Die Vertreterin der Bundesanwaltschaft: „Ihr gesamtes Vorgehen hat dazu gedient, die Inhaftierten zu bestärken, dem IS als Mitglied treu zu bleiben oder ihm für weitere Engagements als Mitglied oder Unterstützer auch nach der Haftentlassung zur Verfügung zu stehen.“ Nadine D. soll die Zahlungen an die IS-Familien auch bewusst verschleiert haben. Als Verwendungszweck nannte die Angeklagte zum Beispiel „Kinderkleidung“ und soll immer wieder das Konto ihrer Mutter Heidi P. genutzt haben, die den Prozess als Zuschauerin verfolgte.

Verurteilter Terrorist neben Mutter der Angeklagten

Neben ihr ein Mann, der die Sicherheitsbehörden in Deutschland seit Jahrzehnten beschäftigt: Bernhard Falk (58). Er wurde 1999 – damals noch als Mitglied der linksterroristischen „Antiimperialistischen Zellen“ – wegen vierfachen versuchten Mordes und Sprengstoffverbrechen zu 13 Jahren Haft verurteilt. Seit seiner vorzeitigen Entlassung 2008 ist er in der islamistischen Szene. Der Generalbundesanwalt berichtete im September 2014 vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf, dass Falk für terrorverdächtige Islamisten „Gefangenenhilfe“ betreibe. So wie es auch Nadine D. vorgeworfen wird.

Womöglich ist diese Nähe der Grund, warum sie seit acht Monaten wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft sitzt und gegen sie im anschlagssicheren „Terrorbunker“ verhandelt wird. Sie schweigt bisher. Und ihre Anwälte sagen, sie sei einfach nur eine überzeugte Muslima, die sich ehrenamtlich um Menschen kümmere, die Hilfe bräuchten.

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