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Trauer nach Autounfall von Dinslaken: Mitschüler Tim (13): „Das hätte auch mir passieren können“

Trauer nach Autounfall von Dinslaken: Mitschüler Tim (13): „Das hätte auch mir passieren können“
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Dinslaken (NRW) – Sie liegen sich in den Armen, geben einander Halt, blicken bedrückt auf die Unglücksstelle. Nachbarn, Zeugen und auch Angehörige sind gekommen, um zu trauern. Hier, auf einer Straße in der Stadt Dinslaken, fuhr eine Frau (47) mit ihrem Auto zwei Kinder tot. Die Zwölfjährigen waren am Mittwochmorgen mit ihren Fahrrädern auf dem Weg zur Schule.

Unter den Trauernden ist auch ein 67-jähriger Anwohner. Völlig erschüttert berichtet er den BILD-Reportern: „Ich war gerade erst aufgestanden. Plötzlich gab es einen lauten Knall, ich dachte erst an einen normalen Verkehrsunfall. Als ich dann herauskam, habe ich die Kinder regungslos da liegen sehen. Den Anblick werde ich mein Leben lang nicht vergessen können!“

„Das hätte auch mir passieren können“

Eine Frau legt mit ihrem Sohn Blumen am Unfallort nieder. Der Schüler mit dem Namen Tim (13) sagt zu BILD: „Ich gehe auch auf die Schule der beiden toten Kinder, bin aber eine Klasse darüber. Ich kannte die beiden nicht persönlich, aber das hätte mir ja auch genauso passieren können. Es ist einfach nur schrecklich und macht mir total Angst.“

Immer mehr Menschen kommen seit Mittwoch zum Ort des Unfalls, zünden Kerzen an und legen Blumen nieder, manche weinen. Über der Straße liegt eine bedrückende Stille, einige Menschen verharren mit gefalteten Händen und beten. Auch ein Pfarrer ist gekommen, um der zwei toten Kinder zu gedenken. Er spricht von einem sinnlosen Tod, den niemand erklären könne.

Auto kam von Straße ab

Die Unfallfahrerin war am Mittwochmorgen in Dinslaken in Nordrhein-Westfalen gegen 7.45 Uhr mit ihrem Auto von der Straße abgekommen. Ihr Wagen raste in eine Gruppe von drei Schülern (alle 12), die mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule waren. Das dritte Kind wurde leicht verletzt. Die beiden lebensgefährlich verletzten Schüler kamen zunächst noch in eine Klinik.

Zunächst forderten die Rettungskräfte einen Hubschrauber an, der dann aber abdrehte. Nach BILD-Informationen wollte man die beiden lebensgefährlich verletzten Kinder so schnell wie möglich ins Krankenhaus bringen und wartete daher nicht auf die Luftrettung. Außerdem mussten sie fortlaufend reanimiert werden, was in der Luft nicht möglich gewesen wäre. Doch die Ärzte konnten ihre jungen Leben nicht mehr retten. Beide starben im Laufe des Tages.

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