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Ukraine-Krieg: Heftiger Angriff auf Kiew! Angst vor Oreschnik-Rakete

Ukraine-Krieg: Heftiger Angriff auf Kiew! Angst vor Oreschnik-Rakete
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Kiew – Wieder hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit Drohnen und Raketen massiv attackiert. Die Luftabwehr der Ukraine spricht von 600 Drohnen und 90 Raketen. Ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung setzte Kriegstreiber Wladimir Putin (73) dabei auch seine neue Monster-Rakete ein. Mindestens vier Menschen starben, mehr als 50 wurden verletzt. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe ausdrücklich vor einem möglichen Angriff mit Hyperschallraketen vom Typ Oreschnik gewarnt. Diese Rakete sei nicht zu stoppen, hatte Putin gedroht.

Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko sprach von insgesamt 40 beschädigten Gebäuden. Die ukrainische Hauptstadt sei „das Ziel eines massiven Angriffs mit ballistischen Raketen“ geworden. Tkatschenko rief die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben. „Es war eine schreckliche Nacht für Kiew“, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko (54) auf Telegram. Im Bezirk Schewtschenkiwsky sei eine Schule getroffen worden und ein Feuer ausgebrochen.

Bei den nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew ist auch das ARD-Studio in der ukrainischen Hauptstadt massiv beschädigt und teilweise zerstört worden. Wie der Westdeutsche Rundfunk am Sonntag in Köln mitteilte, stürzten Wände ein, außerdem gingen Fenster kaputt und Technik wurde zerstört. Da sich zum Zeitpunkt des Angriffs keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studio befanden, wurde niemand verletzt.

Das ebenfalls getroffene Kiew-Hauptbüro der Deutschen Welle liegt nach Angaben einer Sprecherin nur wenige hundert Meter vom ARD-Standort entfernt. Dort wurden Fenster und Decken beschädigt.

Ukraine hatte Angriff befürchtet

Putin hatte Kiew zuvor mit Vergeltung gedroht. Grund: ein ukrainischer Drohnenangriff auf die russisch besetzte ukrainische Region Luhansk in der Nacht zu Freitag. 18 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Die Ukraine bestreitet einen gezielten Angriff auf Zivilisten und erklärte, Ziel sei eine Drohneneinheit der russischen Armee in der Region Starobilsk gewesen.

Die Angst vor einem russischen Angriff mit einer besonders zerstörerischen Waffe war unterdessen groß. So hatte Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) am Samstagabend berichtet, dass den ukrainischen Geheimdiensten Informationen von Partnern in Europa und den USA vorliegen, wonach Russland einen Angriff mit seiner neuartigen Oreschnik-Rakete vorbereite. Offenbar zu Recht: Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagte Selenskyj in einer am Sonntagmorgen in Kiew veröffentlichten Videobotschaft. Die Großstadt liegt im Kiewer Gebiet. „Das ist wirklich unverantwortlich. Es ist wichtig, dass dies für Russland nicht ohne Folgen bleibt“, sagte Selenskyj. Zu Schäden in Bila Zerkwa machte er keine Angaben.

US-Botschaft warnte, Polen in Alarmbereitschaft

Auch die US-Botschaft in Kiew hatte gewarnt, es könne „jederzeit innerhalb der kommenden 24 Stunden“ ein „möglicherweise bedeutsamer Luftangriff erfolgen“. In Polen wurde die Luftwaffe wegen der russischen Angriffe in der Ukraine in Alarmbereitschaft versetzt, Militärflugzeuge stiegen auf.

Oreschnik: Das ist Putins Horror-Rakete

Die russische Hyperschall-Rakete Oreschnik (deutsch: „Haselstrauch“) ist eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete, soll mehr als 12.000 Kilometer pro Stunde schnell sein und Ziele in 3000 bis 5500 Kilometer Entfernung treffen können. Laut Russlands Machthaber Wladimir Putin sei es selbst für moderne Luftabwehrsysteme „unmöglich“, die Rakete abzufangen.

Erstmals hatte Putin die Oreschnik-Rakete im November 2024 auf die Millionenstadt Dnipro abgefeuert, ein zweites Mal im vergangenen Januar auf Ziele in der Westukraine. Jetzt traf es die Region um die Hauptstadt Kiew. Am Vormittag bestätigte der Kreml den Einsatz der Monster-Waffe. Es sei eine Antwort auf die „terroristischen Angriffe“ der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

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