Frankfurt am Main – Die große Eintracht-Erlösung! Younes Ebnoutalib (23) beendet den Frankfurter Heim-Frust. Die SGE schlägt Köln 1:0 und gewinnt erstmals seit März wieder vor den eigenen Fans. Damals gab’s ebenfalls ein 1:0 gegen Absteiger Heidenheim.
Trainer Hütter hatte vor dem Spiel „069-Mentalität“ gefordert: eklig spielen, aggressiv sein. Ausgerechnet der gebürtige Frankfurter Ebnoutalib setzt die Ansage um. Beim 0:6-Debakel gegen Leipzig saß er zu Beginn noch auf der Bank, diesmal wird er zum Erlöser.
Ebnoutalib trifft ins kurze Eck
Das Tor: Klopp-Kicker Ebnoutalib leitet selbst ein, Aseko steckt stark durch. Rechts im Strafraum erwischt der Stürmer Köln-Keeper Schwäbe im kurzen Eck und schiebt zum 1:0 ein (77.). Ein besonders wichtiger Treffer! Am Montag steht bei der Eintracht die Mitgliederversammlung samt Wiederwahl von Präsident Beck an. Nach einer Pleite hätte die Stimmung endgültig kippen können. Stattdessen holt Frankfurt den dringend benötigten Pflichtsieg im Pulverfass-Spiel. Auffällig: Eintracht hat durch den Kampf das Stadion voll hinter sich gebracht. Jeder Zweikampf wird bejubelt!
Keeper Atubolo: „Wir sind sehr erleichtert und glücklich. Vor allem weil wir kein Gegentor kassiert haben. Wir haben reif gespielt, so können wir noch viele Punkte holen.“
Zuvor gibt es statt Toren vor allem Ellenbogen und Fouls! El Mala gerät mit Schiri Brand aneinander (33.). Nach einem Foul an Doan beschwert sich der Köln-Star lautstark und wedelt mit dem Zeigefinger. Obwohl El Mala zuvor schon mehrfach gemeckert hatte, belässt es Brand bei einer Ermahnung.
Dann wird es richtig ruppig: Brassier erwischt Lochoshvili im Kopfballduell mit dem Ellenbogen im Gesicht und schubst den am Boden liegenden Kölner anschließend noch (39.). Lochoshvili muss mit einem Eisbeutel behandelt werden. Auch nach der Pause tut's weh: Schmied knickt beim Block gegen Ebnoutalib um und humpelt vom Platz, kann aber weitermachen. Frankfurt erhöht anschließend den Druck, bis Ebnoutalib die Eintracht endlich erlöst.
Damit ist noch eine Horror-Serie futsch: Das 1:0 gegen Heidenheim im März war auch Frankfurts letztes Heimspiel ohne Gegentor gewesen. Jetzt gibt's wieder Sieg und weiße Weste. Für Köln geht die Auswärtsmisere dagegen weiter: Der FC wartet saisonübergreifend seit dem 3. Oktober 2025 auf einen Auswärtssieg und seit zwanzig Partien auf ein Zu-Null-Spiel. Der Rückenwind nach dem Derby-Sieg gegen Gladbach (2:1) ist damit wieder weg.