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Wirbel um 60 Entlassungen bei Arsenal – Trainer Arteta muss schlichten

Wirbel um 60 Entlassungen bei Arsenal – Trainer Arteta muss schlichten
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London – 60 Stellen werden beim englischen Meister FC Arsenal gestrichen. Eine Maßnahme, die nicht überall gut ankommt. Mikel Arteta (44), Chefcoach der „Gunners“, hat diese Maßnahme nun öffentlich verteidigt. Der Spanier gehört mit 24 Mio. Euro Jahresgehalt zu den bestbezahlten Fußballtrainern der Welt.

Schon in der letzten Saison hatte sich der englische Meister mit der Boston Consulting Group (BCG) eine renommierte Unternehmensberatung zur Seite geholt. Das Ergebnis: 60 Stellen werden gestrichen. Die Mitarbeiter sind informiert. Angeblich wird versucht, die Zahl noch zu reduzieren, indem man einen Teil der betroffenen Mitarbeiter in anderen Abteilungen unterbringt.

Zeitpunkt der Stellenstreichung sorgt für Unmut

Der sportliche Bereich – Spieler und Trainer, die die höchsten Personalkosten verursachen – ist von den Maßnahmen nicht betroffen. Ebenso die sozialen Initiativen des Klubs und der Sicherheitsapparat.

Für Unmut sorgt speziell der Zeitpunkt der Bekanntgabe. Erst in der vergangenen Woche hatte Arsenal Artetas Vertrag verlängert – inklusive saftiger Gehaltserhöhung. Arteta sieht sich nicht in der Verantwortung für die Stellenstreichungen: „Mir wurde das Vorgehen erläutert – ebenso wie die Analyse, die im gesamten Verein durchgeführt wurde –, stets mit der Absicht, sich weiterzuentwickeln und Verbesserungen zu erzielen.“

Arteta verteidigt Sparmaßnahmen

Trotz des Gschmäckles verteidigt er die Maßnahmen: „Es müssen bestimmte Entscheidungen getroffen werden, um die richtigen Personen auf den richtigen Positionen einzusetzen und weiterhin zu investieren – mit dem Ziel, den Erfolg zu erreichen, den wir anstreben. Das wurde also erklärt. Natürlich bin ich nicht die richtige Person, um diese Frage zu beantworten. So viel steht fest. Und ich hoffe, dass das jeder respektiert.“

Trotz hoher Spielergehälter und teurer Transfers – Arsenal hat ein Transferminus von 92 Mio. Euro – sollen die Betriebskosten (240 Mio. Euro) gesenkt werden. In Artetas Zuständigkeitsbereich fielen die Optimierung der medizinischen Abteilung sowie die Aufstockung des Trainerstabs.

Unruhe im Umfeld, aber sportlich läuft es rund. Zwei Siege aus zwei Spielen in der Champions League sowie 15 von 18 möglichen Punkten aus den ersten sechs Premier-League-Spielen – Tabellenplatz 2. Auch Arteta weiß, dass er mit guten Ergebnissen die Gemüter am schnellsten wieder beruhigt. Damit soll am Sonntag bei Nottingham Forest (Anstoß 17.30 Uhr/Live auf Sky) begonnen werden.

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