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Mysteriöser Goldschatz im Wald: So helfen Freimaurer der Kripo

Mysteriöser Goldschatz im Wald: So helfen Freimaurer der Kripo
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Aschaffenburg (Bayern) – Der vergrabene Goldschatz im Wald bei Aschaffenburg: Der mysteriöse Fund ist selbst den Freimaurern ein Rätsel! Kinder (7–10) hatten zusammen mit ihren Eltern auf dem Gelände eines Waldkindergartens ein Glas mit 60 Ringen und Schmuckstücken aus hochwertigem Gold (14 Karat) ausgebuddelt. Mehrere der Schmuckstücke, die offenbar einem Mann gehört haben, tragen Symbole des geheimnisvollen Freimaurer-Bundes.

Kriminalhauptkommissar Manuel Rosenberger (44) von der Kripo Aschaffenburg (Bayern) zu BILD: „Wir suchen die rechtmäßigen Besitzer.“ Die Ermittler vermuten, dass das alte Obstglas mit dem Goldschatz mehr als 25 Jahre unentdeckt in der Erde lag.

Schatz lag im Boden des Waldkindergartens

Jetzt helfen die Freimaurer in ganz Deutschland, das Rätsel des Schatzes zu lösen. In den Foren der Bruderschaft werden die Fotos der Ringe mit Freimaurer-Symbolen (u.a. Winkel und Zirkel) geteilt mit der Frage: „Geliebte Brüder, eventuell erkennt jemand den Ring oder andere Schmuckstücke!“

Der Fundort ist die Fläche eines Waldkindergartens in Johannesberg. Fast ein Wunder, dass spielende Kinder das Versteck nicht viel eher entdeckt haben.

Nur etwa 10 Kilometer vom Fundort des Schatzes entfernt, findet sich in Mainaschaff tatsächlich eine Freimaurerloge. Jens Östreich (59) ist ehemaliger Meister vom Stuhl (Vereinsvorstand) der Loge „Post Nubilia Phoebus“ (übers.: „nach der Dunkelheit das Licht“). Östreich zu BILD: „Wir sind aktuell 42 Brüder. Wir werden die Mitglieder anschreiben, ob einem von ihnen vielleicht der Schmuck bekannt vorkommt.“

Eine alte Metzgerei-Tüte gibt Hinweise

Eine Spur des Schatzes führt auch ins nahe Frankfurt/Main. Das Obstglas war mit einer Tüte vor Feuchtigkeit geschützt. Diese Tüte stammt von der ehemaligen Metzgerei Kirchenbauer an der Konstablerwache. Die Frankfurter Freimaurerloge könnte deshalb hier auch eine Rolle spielen, sie ist nur etwa 45 Autominuten von dem Ort entfernt, wo der Schatz vergraben war.

Rolf Keil (66) ist Altstuhlmeister der Frankfurter Loge „Lessing“. Keil zu BILD: „Das Schriftbild auf der Tüte sieht mir nach den 80er Jahren aus. Aschaffenburg ist erweiterter Einzugsbereich von Frankfurt. Vielleicht ein Pendler?“

Das passiert jetzt mit dem Schatz

Aber wieso trägt ein Freimaurer einen Ring, durch den er als Bruder identifiziert werden kann? Keil zu BILD: „Einige meiner Brüder tragen Freimaurerringe, allerdings ist es immer noch so, dass es viele Vorbehalte gibt, etwa durch die katholische Kirche, weshalb sich viele Brüder lieber bedeckt halten.“

Wer also war der Bruder, der seine Logenzugehörigkeit so offen zeigte? Und was passiert mit seinem Schmuck?

Kommissar Rosenberger zu BILD: „Der Schmuck ist zunächst sichergestellt. Eine Entscheidung über die Freigabe trifft die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Ermittlungen. Sollten sich Hinweise auf die Eigentümer ergeben, gehen die Gegenstände nach Freigabe an diese zurück.“

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