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Skandal in USA: Trumps Teleprompter-Mann wettete auf Präsidenten-Reden

Skandal in USA: Trumps Teleprompter-Mann wettete auf Präsidenten-Reden
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Washington – Hat ein enger Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump (80) sein Insiderwissen zu Geld gemacht? Gegen Trumps langjährigen Bediener des Teleprompters Gabriel Perez laufen Ermittlungen, weil er mit Wetten auf Trumps Reden mehr als 100.000 Dollar verdient haben soll. Jetzt zog das Weiße Haus die Reißleine: Perez wurde unbezahlt beurlaubt.

Der technische Assistent arbeitet bereits seit Trumps erstem Wahlkampf 2016 für den Republikaner. Er gehört zu den engsten Vertrauten des Präsidenten und sieht nach Angaben von Ermittlern nahezu jede vorbereitete Rede vorab – oft nimmt er sogar letzte Änderungen direkt von Trump entgegen.

So liefen die Wetten ab

Genau dieses Wissen soll Perez laut Ermittlern ausgenutzt haben, wie der US-Sender ABC News berichtet. Auf der Prognoseplattform Kalshi setzte er demnach bei mehr als einem Dutzend Reden darauf, welche Wörter oder Themen Trump öffentlich erwähnen würde. Die Gewinne sollen sich auf mehr als 100.000 Dollar belaufen.

Aufgeflogen sein soll der Fall ausgerechnet durch Kalshi selbst. Das Unternehmen meldete die auffälligen Wetten an die zuständige US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC). „Unser Überwachungsteam hat diese Geschäfte umgehend erkannt und an die CFTC gemeldet“, erklärte Kalshi-Manager Bobby DeNault.

Besonders interessant: Trump ist dafür bekannt, häufig spontan vom Manuskript abzuweichen. Nach Informationen von ABC News soll Perez in einzelnen Fällen sogar laufende Wetten zurückgezogen haben, wenn Trump Passagen übersprang.

Mitarbeiter vom Dienst freigestellt

Im Weißen Haus sorgte der Fall für Empörung. Sprecherin Karoline Leavitt (28) erklärte, sie habe mit Trump gesprochen. Der Präsident halte den Vorgang für eine „Schande“ („disgrace“) und habe persönlich entschieden, Perez bis auf Weiteres unbezahlt vom Dienst freizustellen.

Ein Strafverfahren droht Perez vorerst allerdings nicht. Zwar informierte die Aufsichtsbehörde auch die Bundesstaatsanwälte in Manhattan, diese verzichteten jedoch auf strafrechtliche Ermittlungen. Stattdessen verhandelt Perez nach Angaben von ABC News mit den Behörden über einen Vergleich. Demnach könnte er seine Gewinne zurückzahlen müssen und versprechen, keine solchen Wetten mehr abzuschließen.

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