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Aufruhr in der FPD: Verrat im engsten Kubicki-Umfeld

Aufruhr in der FPD: Verrat im engsten Kubicki-Umfeld
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Berlin/Kiel – Die FDP kommt nicht zur Ruhe: Im Umfeld des neuen Parteichefs Wolfgang Kubicki (74) brodelt es heftig. Von „Verrat“ und „Heckenschützen“ ist die Rede. Im Zentrum der Kritik: Helmer Krane (36, FDP), der heimlich Kubicki-Rivalin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) unterstützt und so den Verrat im engsten Kubicki-Umfeld mit vorangetrieben hat. Dafür soll Krane jetzt abgestraft werden!

Das Komplott: Helmer Krane ist FDP-Vize in Schleswig-Holstein, dem Heimatverband von Kubicki. Der Landesvorstand hatte Kubicki einstimmig für den FDP-Chefposten vorgeschlagen. Doch Krane spielte Foul: Er arbeitete heimlich im Team von Kubicki-Rivalin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (68) mit, bereitete ihre überraschende Kandidatur gegen Kubicki beim Parteitag am Wochenende vor. Im Falle eines Sieges sollte Krane ihr Generalsekretär werden. Zu Kubicki sagte Krane: kein Wort. Der wurde wie die gesamte Nord-FDP von Kranes Aktivitäten beim Parteitag völlig überrumpelt.

Zorn über den Verrat – und ein Ultimatum

Der Zorn über den Verrat an Kubicki entlud sich am Montagabend in einer eigens einberufenen Sitzung des Landesvorstands Schleswig-Holstein. Dort wurde Krane nach BILD-Informationen von mehreren Mitgliedern heftig attackiert und zum Rücktritt aufgefordert. Ex-Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (64) giftete, Krane sei ein „Heckenschütze“. FDP-Vorstand Max Mordhorst (30) warf Krane „Vertrauensbruch“ und „Doppelzüngigkeit“ vor. „Auch im Nachhinein hat er keine Spur von Einsicht gezeigt. Ich fordere seinen Rücktritt noch vor dem Landesparteitag“, so Mordhorst zu BILD.

Die Zeit läuft: Krane wurde ein Quasi-Ultimatum bis zum kommenden Montag gestellt. Dann trifft sich der Landesvorstand zur nächsten Sitzung. Tenor: Die Zusammenarbeit sei belastet, er solle in sich gehen und Konsequenzen ziehen.

Parteinachwuchs der FDP ist empört

Die Jungen Liberalen (JuLis) und Kranes eigener Kreisverband wetzen bereits die Messer. JuLi-Landesvorsitzende Luisa Fellner (23, Kreis Segeberg) zu BILD: „Man sollte sich als Vize-Landesvorsitzender seiner Verantwortung bewusst sein – und im Zweifel Konsequenzen aus seinem Handeln ziehen.“ Jetzt wackelt auch Kranes Kandidatur zum Listenplatz 5 zur Landtagswahl, wo er mit JuLi-Bundeschef Finn Flebbe ohnehin starke Konkurrenz hat.

Kranes Co-Kreisvorsitzende Nora Grundmann (32) aus Segeberg zu BILD: „Wir hatten beschlossen, Wolfgang Kubicki zu unterstützen. Dass er (gemeint: Helmer Krane, d. Red.) sich daran nicht gehalten hat, ist sehr schade und hat nun leider auch Folgen.“ Sie werde dessen Kandidatur zur Landtagswahl nun auch nicht mehr unterstützen.

Und was sagt der Hintergangene zu dem Verrat? FDP-Chef Kubicki zu BILD: „Was die Partei davon gehalten hat, haben wir gesehen. Helmer Krane ist nicht in den Bundesvorstand gewählt worden. Wir gucken jetzt nach vorn.“

Krane sagt über die Rücktrittsforderung und ein mögliches Ultimatum zu BILD: „Wenn solche Sachen an die Presse gegeben werden, kann sich jeder fragen, ob da nicht Einzelinteressen im Spiel sind.“ Er sei „zuversichtlich, dass es in einer liberalen Partei nie ein Nachteil sein kann, bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen und ein Angebot zu machen, und dass das auch die Mitglieder so sehen“.

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