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Endgültiges Aus wegen Insolvenz: Beliebter Teleshopping-Sender wird abgeschaltet

Endgültiges Aus wegen Insolvenz: Beliebter Teleshopping-Sender wird abgeschaltet
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Hannover – Nach 25 Jahren Teleshopping-Geschichte ist Schluss. Der Verkaufssender Channel21 macht dicht. Am 31. Mai gehen endgültig die Lichter aus. Das Programm wird abgeschaltet, wie das Unternehmen mitteilte.

Channel21 mit Sitz in Hannover (Niedersachsen) war nach eigenen Angaben der drittgrößte Homeshopping-Sender Deutschlands. Doch nach der bereits im März eingeleiteten vorläufigen Insolvenz wurde nun beim Amtsgericht Hannover das Insolvenzverfahren eröffnet.

Channel21 stellt Sendebetrieb ein

Insolvenzverwalterin Stefanie Zulauf sagt zu BILD: „Die Suche nach einer Fortführungslösung gestaltete sich vor dem Hintergrund eines insgesamt sehr volatilen Marktumfelds im Teleshopping- und Handelssektor äußerst schwierig.“

Channel21 hatte gerade erst sein 25. Jubiläum gefeiert, dann Insolvenz angemeldet. So hatte das Unternehmen im März auf die Krise reagiert. Das Management zeigte sich noch optimistisch, den Sender neu aufzustellen und eine tragfähige Perspektive zu finden. Auf LinkedIn veröffentlichte das Team sogar ein unterhaltsames Video zur Insolvenz.

So kam es zur Insolvenz des TV-Senders

Laut Expertin Zulauf rutschte Channel21 wegen des veränderten Konsumverhaltens, der anhaltenden Kaufzurückhaltung sowie intensivem Wettbewerbsdruck im E-Commerce in die roten Zahlen. Der Markt für Teleshopping sei extrem unsicher. Und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut „Ruhr24“ erzielte Channel21 im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 54 Millionen Euro – bei einem Minus von 4,3 Millionen Euro. Die anhaltenden Verluste schreckten Investoren wohl ab.

Das wird aus den Mitarbeitern

Die noch 166 Beschäftigten bekämen die Kündigung, so die Insolvenzverwalterin zu BILD. Auch prominente Gesichter standen in der Vergangenheit für den Sender vor der Kamera. So arbeitete etwa Ex-Big-Brother-Gewinnerin Alida Kurras (48) als Verkaufsmoderatorin bei Channel21.

Die Probleme treffen nicht nur Channel21. In der gesamten Branche ist die Lage angespannt. Immer weniger Menschen sehen klassisches Fernsehen. Viele bestellen lieber auf Shopping-Plattformen oder kaufen direkt im Livestream bei Social Media. Gegen Anbieter wie Amazon, TikTok-Shop oder Instagram hat das klassische Teleshopping einen schweren Stand.

Auch der Teleshopping-Riese QVC steckt in der Insolvenz. Die US-Firmengruppe geriet mit Schulden in Milliardenhöhe in die Krise. Nach Unternehmensangaben hat sich QVC inzwischen neu aufgestellt und setzt verstärkt auf Livestream-Verkäufe, etwa beim TikTok-Shop. Zudem ging im März der österreichische Teleshopping-Sender Mediashop pleite.

Channel21 geht auf den RTL-Shop zurück, der im Jahr 2001 startete. Bekannte Gesichter wie Walter Freiwald und Harry Wijnvoord prägten das Programm. 2008 veräußerte RTL den Sender an einen Finanzinvestor. Von da an hieß er Channel21. Jetzt ist endgültig Schluss.

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