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Gabriel bei Lanz: Gibt es Einwanderung ins Sozialsystem? „Na klar“

Gabriel bei Lanz: Gibt es Einwanderung ins Sozialsystem? „Na klar“
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Solidarität unter Genossen! Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel (66) nahm bei Markus Lanz (57) die heftig schlingernde Arbeitsministerin Bärbel Bas (58) in Schutz. Seine Taktik: Kleinreden, Verwässern, Umdeuten und immer wieder Ablenkungsmanöver einstreuen. Und doch sorgte er zunächst für Überraschung – Gabriel widersprach Bas!

Vorausgegangen war ein heftiger Streit Gabriels mit RND-Journalistin Kristina Dunz (59) über seine Rolle in den gescheiterten Bemühungen der Europäer, die iranische Atombombe zu verhindern. Danach wechselte Lanz abrupt das Thema und sagte scherzhaft zu Dunz: „Sie haben ihn jetzt so eingeschüchtert, dass ich mich gar nicht traue, ihn nach Bärbel Bas zu fragen.“ Dabei zielte er auf die überraschende Bas-Behauptung „Es gibt keine Einwanderung in die Sozialsysteme.“ Lanz auf den Punkt: „Gibt‘s eine Einwanderung ins Sozialsystem?“

Gabriel gab das erst einmal umstandslos zu: „Na klar.“ Verblüffung in der Runde! Nach einigen Sekunden setzte Lanz nach: „Warum sagt sie dann nein?“ Diesmal antwortete Gabriel nach kurzem Besinnen erst: „Ich kenne den Zusammenhang nicht.“ Danach folgte eine erste Abschwächung: „Ob das das große Thema Deutschlands ist, darüber kann man sicher streiten“, orakelte der Ex-SPD-Chef.

Lanz über Bas: „Da kommt eine gewisse Geisteshaltung durch“

Lanz blieb trotzdem bei Bas: „Warum sagt sie das?“ Gabriel abweisend: „Das müssen Sie sie fragen!“ Der Talkmaster zu früheren Fehlleistungen von Bas, „wenn man das eine an das andere reiht, dann merkst du, da kommt eine gewisse Geisteshaltung durch.“ Gabriel schreckte auf. Seine strenge Zwischenfrage: „Welche Geisteshaltung denn, Ihrer Ansicht nach?“

Lanz prompt: „Also ich frage mich, ob man in der SPD verstanden hat, dass wir diesen Sozialstaat wirklich reformieren müssen?“ Gabriel trotzig: „Ich bin relativ sicher, dass die Sozialdemokraten das wissen. Dass das eine Sozialministerin sorgfältiger abwägt als die CDU-Mittelstandsvereinigung, das halte ich auch für normal.“

Lanz trotzdem: „Wenn man als Bundesarbeitsministerin sagt, wir wissen, wo der Feind steht, und damit Arbeitgeber meint, dann habe ich damit ein Problem.“ Gabriel bis zuletzt im Abwehrmodus: „Wahrscheinlich auch eine Bemerkung, die nicht zu den besten von ihr gehört, aber ich kann verstehen, dass sie einen dicken Hals hatte, nachdem sie erlebt hat, dass sie in dieser Veranstaltung als Ministerin überhaupt nicht ernst genommen wird.“

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