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Kölner Dom verlangt ab Juli 12 Euro Eintritt

Kölner Dom verlangt ab Juli 12 Euro Eintritt
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Köln (Nordrhein-Westfalen) – 6 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr den Kölner Dom – bislang kostenlos. Damit ist ab 1. Juli Schluss! Dompropst Guido Assmann verkündete am Dienstagvormittag auf einer Pressekonferenz: Besucher müssen künftig 12 Euro Eintritt bezahlen. Mit dem Geld sollen Pflege, Schutz und Betrieb der Kathedrale gesichert werden.

Die Verantwortlichen in Köln sprechen von einer „Besichtigungsgebühr“, mit der das Weltkulturerbe auch für künftige Generationen erhalten werden soll. Assmann betonte, die Zugangsgebühr solle trotzdem sozialverträglich sein. Schüler, Auszubildende, Studenten, Begleitpersonen von Schülergruppen und Inhaber eines in NRW ausgestellten Sozialpasses zahlen 6 Euro.

Kinder und Schwerbehinderte bleiben außen vor

Kinder bis 13 Jahre, Menschen mit Schwerbehinderung und deren Begleitperson sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins kommen weiterhin kostenlos in den Dom. Auch der Zugang zu Gottesdiensten bleibt frei. „Der Dom kostet Geld, der Dom braucht viel Geld“, sagte Domrendant Clemens van de Ven. Das Unesco-Weltkulturerbe koste pro Tag 44.000 Euro. „Da ist natürlich auch der Eintrittspreis von 12 Euro mehr als willkommen.“

Der Kölner Dom ist eine der bedeutendsten Kirchen der Welt und die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Deutschland. Das Gotteshaus beherbergt die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Der Grundstein für den gotischen Neubau an der Stelle mehrerer Vorgängerkirchen wurde 1248 gelegt, 1322 wurde der Chor geweiht.

Baustopp wegen Geldmangel

Mittelschiff, Querhäuser und Seitenschiffe der Kölner Bischofskirche folgten bis 1560. Zur Zeit der Reformation mit ihrer Kritik am Reliquienkult blieben immer mehr Pilger und die Einnahmen aus. Das Geld fehlte, 1560 wurde der Bau gestoppt. Den Tiefpunkt erlebte der Dom 1794, als die napoleonischen Truppen das Gotteshaus zum Futtermagazin für Pferde, zum Militärdepot und Gefangenenlager umfunktionierten.

Erst 1842 genehmigte Friedrich Wilhelm IV. die Gründung des Zentral-Dombau-Vereins, um Geld zu sammeln. 38 Jahre später, am 15. Oktober 1880, wurden die Türme fertiggestellt. Der Südturm hat eine Höhe von 157,22 Metern, der Nordturm ist mit 157,18 Metern etwas niedriger.

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