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Gedenkfeier nach Moped-Unfall in Brandenburg: Vier Rosen für vier viel zu kurze Leben

Gedenkfeier nach Moped-Unfall in Brandenburg: Vier Rosen für vier viel zu kurze Leben
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Bernau (Brandenburg) – Vier weiße Rosen stehen vor dem Altar, eine für jedes ausgelöschte junge Leben. Mehr als 700 Menschen haben sich am Donnerstag in der St. Marienkirche in Bernau versammelt, um Abschied von den vier jungen Mopedfahrern (14, 15, 16, 19) zu nehmen, die am Mittwochabend bei einem entsetzlichen Überhol-Unfall aus dem Leben gerissen wurden.

Die Anteilnahme war überwältigend: Vor dem Gotteshaus warteten weitere 200 Gäste. Angehörige, Schulfreunde, Lehrer und Gemeindemitglieder aus dem brandenburgischen Bernau – sie alle verabschiedeten sich in Stille von den vier Jugendlichen. Hin und wieder war auch ein Knattern zu hören: Junge Simons-Fans, wie die Opfer es waren, kamen mit ihren Mopeds.

Mitschüler: „Das Schlimmste, was wir je erlebt haben“

Pfarrer Steve Neumann hielt die Trauerrede. Zu BILD sagte er später: „Es ist nicht in Worte zu fassen, welch schrecklichen Verlust die Angehörigen jetzt erlitten haben und auch die Freunde. Wir können jetzt nur in der Gemeinschaft gemeinsam uns Kraft geben, um diesen schlimmen Verlust zu betrauern.“

Die Mitschülerin eines der Unfallopfer: „Das ist das Schlimmste, was wir je erlebt haben. Wir wissen gar nicht, wohin mit unserer Trauer. Als wir das erfahren haben, war es ein Schlag für uns, wie ein Schock. Wir haben sie gestern noch gesehen. Jetzt können wir uns nur noch gegenseitig Kraft spenden.“

Unterricht in Schule fällt aus

Ein weiterer Schulkamerad berichtet, alle Klausuren seien zunächst abgesagt worden: „Die Lehrer haben gesagt, dass wir Zeit brauchen, um zu trauern. Der Unterricht wurde für die betroffene Klasse ganz abgesagt. Die Parallelklassen konnten wählen, ob sie kommen wollen. Seelsorger waren in der Schule und haben uns betreut.“

Viele der Jugendlichen waren im Laufe des Tages an der Unfallstelle an der Landstraße 200. Dort, wo am Vorabend die vier Jugendlichen starben, findet sich nun ein Meer aus Blumen, Kerzen und handgeschriebenen Briefen. Auch Mopedbrillen und Ersatzteile legten Freunde ab.

Die Ausfahrten mit den Simons gehören in dem Ort zur Tradition: „Viele haben sie von ihren Großeltern vererbt bekommen. Ich kenne eigentlich kaum jemanden, der keine hat“, erzählt ein entfernter Bekannter. Eine Privatinitiative hat indes einen Spendenaufruf für die Familien der Opfer gestartet. Mittlerweile sind über 60.000 Euro zusammengekommen.

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