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Oktoberfest: Betreiberin von Wiesn-Karussell lässt Figuren umgestalten

Oktoberfest: Betreiberin von Wiesn-Karussell lässt Figuren umgestalten
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München – Wiesn-Aufregung um das Teufelsrad! Die rund zwei Meter großen weiblichen Statuen am Eingang des Fahrgeschäfts sind der Stadt München zu leicht bekleidet. Also musste Farbe her und die Dekolletés übermalt werden.

„Drei Damen haben bei der Stadt Missmut erregt, weil sie zu freizügig waren“, erklärt Elisabeth Polaczy (80), die das Teufelsrad seit Jahren auf dem Oktoberfest betreibt, der „TZ“. Die Münchner Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. Zuvor hatte Polaczy ein Schreiben von der Gleichstellungsstelle für Frauen der Stadt München erhalten, in dem ihr Veränderungen für „ein etwas vielfältigeres Teufelsrad“ vorgeschlagen wurden. Kurz: Der Stadt waren bei den 80 Jahre alten Werbefiguren die Röcke zu kurz und die Dekolletés zu freizügig!

Mit seinen 80 Jahren ist das Fahrgeschäft Teufelsrad längst zu einer Institution auf dem Oktoberfest geworden. Auf dem Traditionskarussell können sich Wiesn-Besucher mutig gegen die Fliehkräfte stemmen – ein Spaß für Groß und Klein. Doch im Vorfeld der Wiesn 2026 (vom 19. September bis 4. Oktober) war das Karussell ins Blickfeld der Stadt München geraten.

Zugeknöpfte Bluse statt freizügiger Ausschnitt

Um der Stadt gerecht zu werden, ließ Polaczy anschließend drei der vier Werbefiguren farblich überarbeiten. Die Betreiberin zur „tz“: „Am Anfang hatte ich Angst, dass ich nicht mehr auf die Wiesn darf, wenn ich nicht übermale.“ Und weiter: „Ich will einfach nur Frieden und mein Geschäft gut machen.“ So ließ Polaczy einer Statue, die zuvor eine Hawaiianerin dargestellt hatte und nur mit einem Kleid und einer Blumenkette bekleidet war, jetzt ein Oberteil verpassen. „Außerdem erhielt die Hawaiianerin Schuhe, weil es laut Gleichstellungsstelle diskriminierend wäre, sie barfuß darzustellen“, erklärte Polaczy weiter.

An zwei weiteren Figuren, die in traditioneller Dirndl-Tracht gekleidet waren, wurden die Dekolletés übergepinselt. Zugeknöpfte Bluse statt freizügiger Ausschnitt heißt es jetzt. Zudem erhielten die beiden Figuren farblich angepasste Unterhosen, sodass jetzt keine nackten Knie mehr für die Besucher zu erkennen sind. Lediglich die vierte weibliche Figur – eine Frau in blauer Hose, die vor Freude die rechte Hand in die Luft streckt – blieb von einem Neuanstrich verschont.

Wiesn-Aufregung bereits 2023

Dass Wiesn-Betreiber ihre Fahrgeschäfte umgestalten und übermalen, ist nicht neu. Vor drei Jahren musste die Betreiberfamilie Schäfer vom Fahrgeschäft Voodoo-Jumper 80.000 Euro aus eigener Tasche zahlen, um das Design ihres Fahrgeschäfts zu ändern. Zuvor gab es scharfe Kritik an der Fassadengestaltung des Voodoo-Jumpers. Zu sehen waren damals eine Frau, deren Bikini-Oberteil von einem Affen geklaut wurde, und ein schwarzer Mann, der auf Fotografien so aussieht, als würde er die Frau anschauen. Diese Darstellungen wurden als sexistisch-rassistisch eingestuft.

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