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Insider-Handel-Verdacht immer größer: „Ausmaß der Korruption Trumps ist unfassbar“

Insider-Handel-Verdacht immer größer: „Ausmaß der Korruption Trumps ist unfassbar“
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Washington D.C. – Der Verdacht, dass US-Präsident Donald Trump im Amt vor allem seine eigenen Kassen füllt, wird immer größer – insbesondere die Annahme, dass Trump von Insider-Geschäften an der Börse profitiert. Als Insider-Handel wird der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren auf der Grundlage von vertraulichen, nicht-öffentlichen Unternehmensinformationen bezeichnet. Der jährliche Finanzbericht über Präsident Trump enthüllt etwa Einnahmen in Höhe von Hunderten Millionen Dollar aus Erlösen von Kryptowährungen und Einzelaktien im Jahr 2025.

Ein Mega-Aktienkauf ereignete sich am 18. August 2025: Trump kaufte Anteile von Apple, Microsoft und Nvidia – mit einem Wert zwischen jeweils 5 und 25 Millionen US-Dollar. Kurz zuvor hatte Trump auf Truth Social selbst einen Chip-Deal von Nvidia verkündet – eine Info, die den Kurs beeinflusst.

US-Ökonom Prof. Kenneth Rogoff von der Harvard University sagte zu BILD: „Das Ausmaß der offenen Korruption Trumps und seiner Regierung ist unfassbar.“ Die Watergate-Affäre um Präsident Richard Nixon (im Amt von 1969 bis 1974) wirke im Vergleich dazu „wie ein Streich eines Pfadfinders“.

Eine Untersuchung des US-Senders CNN hat nun ergeben, dass Donald Trump auf seinem „Truth Social“-Account mehr als 20 Unternehmen beworben haben soll, nur wenige Tage nachdem er selbst Aktien dieser Firmen gekauft hatte – und dabei Regierungsmaßnahmen ankündigte, von denen die Unternehmen, in die er gerade investiert hatte, profitieren könnten.

Rogoff warnt: „Viele Menschen scheinen zu glauben, dass die weitreichenden systemischen Auswirkungen von Trumps Korruption verschwinden werden, aber ich fürchte, das ist Wunschdenken – ganz gleich, wie sehr die Demokraten nach den Zwischenwahlen auch toben und schimpfen mögen.“

Will Trump Insider-Handel mit Messenger-Dienst Truth Social ankurbeln?

Doch Trump geht noch weiter: Er plant einen kostenpflichtigen Zugang zu Beiträgen auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social, mit dem Kunden Beiträge wenige Sekunden früher als andere Nutzer sehen können – und dadurch von anschließenden Kursbewegungen bei Aktien, Anleihen und Zinssätzen profitieren können.

„Trump verkauft beschleunigten, privilegierten Zugang zu Informationen darüber, was er als Präsident tut“, sagte Kathleen Clark, Professorin an der Washington University School of Law. „Das ist eine weitere dreiste Form der Korruption - eine unangemessene Ausnutzung staatlicher Macht, um sich selbst zu bereichern.“

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